PKV Beitragsanpassung 2015 HUK Coburg & PAX Familienfürsorge

Die ersten PKV Beitragsanpassungen 2015 gab es zum Januar bereits von einigen Versicherern. Nun ziehen zum April 2015 einige private Krankenversicherungen nach. So derzeit die HUK Coburg und ihre Tochtergesellschaft, die Pax-Familienfürsorge. Zum 1.3.2015 werden bei beiden die Beiträge erhöht; allerdings in moderatem Maße.

Update PKV Beitragserhöhung 2017: Zur aktuellen Beitragserhöhung 2017 der HUK Krankenversicherung und DKV

Mit höchstens 6 % sei für die Neukunden zu rechnen, so ein Sprecher der Gesellschaft. Bestandskunden der HUK Coburg Krankenversicherung und der PAX Familienfürsorge sind von den Kostensteigerungen nicht betroffen.

Wechsel Tarife der HUK und PAX sind von Beitragserhöhungen in 2015 betroffen?

PKV Beitragsanpassungen 2015

PKV Beitragserhöhung 2015 der HUK Coburg und PAX Familienfürsorge

Die HUK Coburg wird ihre beiden Vollversicherungstarife „Komfort0“ und „Komfort3“ anpassen, die Pax Familienfürsorge ihre PKV Tarife „Premium0“ und „Premium3“. Allerdings fällt auf, dass beide Versicherungen schon im Vorjahr ihre Beiträge angeglichen haben.

Private Krankenversicherung Beitrag 2015 stabil

Auch die Versicherungen, die zum 1.1.15 ihre Beiträge anhoben, hatten verhältnismäßig kleine Beitragssteigerungen vollzogen. Hintergrund dafür ist, dass diese Erhöhungen gesetzlich überwacht werden und nur dann genehmigt werden, wenn die Versicherungsgesellschaft einen anerkannten Grund dafür nennen kann.

Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Gesundheitskosten so angestiegen sind, dass sie mehr als ein Zehntel über dem liegen, was die Kalkulation vorsah.

Die PKVs verwahren sich gegen gesetzliche Aufsicht

Dass die Gesetzgeber in der Beitragsgestaltung der PKV ein Wörtchen mitzureden haben, gefällt den privaten Krankenkassen gar nicht. Denn damit, so intervenieren sie, würden dringend nötige Einnahmen verhindert. Der Branchenverband der privaten Krankenversicherungen wollte das Gesetz kippen, was aber misslang.

Deshalb wird man davon ausgehen müssen, dass in den Jahren 2016 und 2017 größere Beitragserhöhungen auf die Versicherten zukommen.

Stabile PKV Beiträge 2015 für Bestandskunden

Die Preiserhöhungen, um die es hier geht, sind nur für Neukunden in der privaten Krankenvollversicherung der HUK Coburg und der PAX Familienfürsorge relevant. Bestandskunden bleiben davon verschont.

Allerdings: es gibt auch Beitragserhöhungen, die für bestehende Verträge gelten, und diesen kann man als Versicherter nur entgehen, in dem man die Krankenkasse wechselt oder wenigstens innerhalb der Kasse den PKV Tarif wechselt (Beitragsoptimierung durch Tarifwechsel).

Tarifwechsel innerhalb der PKV kann sinnvoll sein

Ein kompletter Wechsel zu einem anderen PKV-Anbieter ist meist nicht sinnvoll, da die Altersrückstellungen nicht mitgenommen werden können. Da bietet sich schon eher ein Wechsel des Tarifs innerhalb des Versicherers an.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Will man den Tarif wechseln, so ist das nur möglich, wenn der neue Tarif mit gleichen Leistungen aufwarten kann. In diesem Fall wird keine neue Gesundheitsprüfung verlangt. Wird dagegen ein PKV Wechsel in einen hochwertigeren Tarif angestrebt, verlangt der Versicherer eine neue Gesundheitsprüfung, die bei Vorerkrankungen zu Risikoaufschlägen und damit zu deutlich höheren Kosten führen kann.

Niedrige Zinsen sind ein Problem für PKV und Privatpatienten

Dass die privaten Krankenkassen in finanzielle Nöte geraten, liegt hauptsächlich an den niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt.

Die Altersrückstellungen der privaten Krankenversicherungen werden von am Kapitalmarkt angelegt und die Zinsen sind eine der Einnahmesäulen der PKV. Doch aufgrund der nun schon länger anhaltenden Niedrigzinsphase sind die auf diesem Weg geplanten Einnahmen deutlich geringer ausgefallen.

Diese fehlenden Renditen müssen durch PKV Beitragsanpassungen 2015 kompensiert werden. Sollten die Zinsen länger auf derart niedrigem Niveau verharren, ist von weiteren Problemen bei der Beitragsentwicklung in 20116 und 2017 und somit mit weiteren Beitragserhöhungen zu rechnen.

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