PKV Beitragserhöhung 2017: DKV und HUK Coburg

Versicherte der DKV und der HUK Coburg Krankenversicherung müssen sich in 2017 auf eine deutliche Beitragserhöhung einstellen.

PKV beitragserhöhung 2017

HUK Coburg und DKV mit PKV Beitragserhöhung 2017

Im Rahmen der PKV Beitragserhöhung 2017 kommen auf ältere Kunden der HUK Coburg Tariferhöhungen um bis zu 40 Prozent. Für Versicherte bei der DKV (Deutsche Krankenversicherung) stehen Beitragssteigerungen von bis zu 30 Prozent an.

Folgende Tarife der HUK Coburg und der DKV sind besonders stark von der Beitragssteigerung betroffen.

Beitragserhöhung HUK Coburg PKV Tarife A150

Ältere Versicherungsnehmer der HUK Krankenversicherung im Tarif A150 sind laut bestätigten Angaben besonders stark von der Beitragserhöhung 2017 betroffen. Um bis zu 40 Prozent  beträgt hier die Tariferhöhung für einzelne Versicherte. In absoluter Summe kann das eine Kostensteigerung von 100 Euro pro Monat bedeuten.

Der Tarifbaustein A150 der HUK Coburg Krankenversicherung beinhaltet ambulante Leistungen bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro pro Kalenderjahr. Da es sich bei dem A150 nicht selten um den größten Tarifbaustein in den Policen der Kunden handelt, schlägt die Beitragserhöhung voll durch.

Laut dem Online Portal ProContra hat der Unternehmenssprecher der HUK Krankenversicherung diese Beitragserhöhung ab 01.03.2017 bereits bestätigt.

DKV Beitragserhöhung 2017 Tarif Best Med BM4/2-Generation

Neben der HUK Coburg steht auch bei der DKV eine Beitragserhöhung in 2017 an. Die Tariferhöhungen werden zum 01.04.2017 wirksam. Die höchste Kostensteigerung erfährt hier wohl der DKV Tarif Best Med BM4/2-Generation. Hier steigt der Beitrag um bis zu 30 Prozent.

Bei einer Selbstbeteiligung von 400 Euro pro Kalenderjahr enthält der Tarif der DKV „Best Med BM4/2-Generation“ 75% Kostenerstattung bei Zahnersatz, Unterbringung im Krankenhaus im Zwei-Bett-Zimmer sowie die Chefarztbehandlung.

Mit einer Beitragserhöhung von bis zu 20 Prozent müssen Versicherte der DKV in den Tarifen DKV Tarif Best Med BM 4/0 und BM 4/1 rechnen.

Gründe für die PKV Beitragserhöhung 2017

HUK Coburg Unternehmenssprecher Holger Brendel gibt als Grund für die Kostensteigerung die lange ausgebliebene Anpassung im Tarif A150 an. Zuletzt wurde dieser Tarif im Jahr 2011 erhöht. „Wir dürfen erst anpassen, wenn die medizinischen Kosten und die Lebenserwartung in einem Jahr den Schwellenwert von fünf Prozent überschreiten“, so Brendel.

Die HUK Krankenversicherung bietet betroffenen Kunden auf ihrem Portal „Meine HUK“ einen Rechner für den Tarifwechsel an. Damit sollen die Kunden alternative bzw. günstigere Tarife mit gleichem Leistungsumfang finden

PKV Tarifwechsel: Recht auf ausserordentliche Kündigung und PKV Wechsel

Gesetzlich steht betroffenen Kunden nach einer PKV Beitragserhöhung das Recht auf die ausserordentliche Kündigung frei. Demnach kann die Private Krankenversicherung wechseln, wer eine Tariferhöhung ohne Anpassung der Leistungen erhält.

Ein Wechsel ist dann entweder innerhalb der PKV beim aktuellen Versicherer (Tarifwechsel PKV Beitragsoptimierung) oder hin zu einem anderen Versicherer möglich. Der Wechsel in eine andere Private Krankenversicherung bringt den großen Nachteil mit sich, dass bereits gebildete Altersrückstellungen verloren gehen.

Private Krankenversicherung: Beitragsentwicklung der letzten Jahre

Das Wissenschaftliche Institut des PKV Verbands gibt die durchschnittliche Teuerung in der privaten Krankenversicherung seit 2007 mit 3 Prozent an. Die Beitragserhöhung in der PKV 2017 fällt aus dem Rahmen und reißt den Schnitt nach oben.

Somit müssen versicherte in der privaten Krankenversicherung auch in Zukunft mit Kostensteigerungen rechnen. Umso wichtiger werden Kennziffern zu Bilanzen und wirtschaftlicher Ertragskraft der Versicherer, die Aufschluss über die zukünftige Beitragsentwicklung und Beitragsstabilität erlauben.

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