Private Krankenversicherung für Freiberufler Test & Vergleich

Freiberufler können wie Selbständige und Beamte jederzeit und ohne Voraussetzungen in die private Krankenversicherung wechseln. In der GKV sind Freiberufler nicht pflichtversichert, sondern sind freiwillige Mitglieder. Die Versicherungsleistungen der GKV bei einer freiwilligen Mitgliedschaft unterscheiden sich nur mit einer Ausnahme von den Leistungen der Pflichtversicherten. Diese Ausnahme betrifft das Krankengeld. Während Pflichtversicherte einen Anspruch auf Krankengeld haben, besteht dieser Anspruch bei freiwillig in der GKV Versicherten nicht. Freiwillig Versicherte müssen diese Leistung der GKV zusätzlich versichern und bezahlen.

Zurzeit beträgt der Beitragssatz der GKV für Freiberufler 14,6 %. Da Freiberufler keinen Arbeitgeber haben, der die Hälfte des GKV Beitrags übernimmt, muss der komplette Beitrag zur GKV aus eigener Tasche bezahlt werden. Der Höchstbeitrag für Freiberufler in der GKV beträgt aktuell 635,10 EUR pro Monat. In der PKV kann man meist mit dem gleichen Prämienbetrag erheblich bessere Leistungen erhalten als in der GKV. Der Wechsel in die Private Krankenversicherung kann sich für viele Freiberufler daher durchaus lohnen, wie auch der PKV Test der Stiftung Warentest zeigt.

Krankenversicherungsbeitrag bei Freiberufler

Im Unterschied zu Angestellten oder Arbeitnehmern werden bei Freiberuflern die Beiträge zur GKV auf andere Weise berechnet. Freiberufler beziehen kein Gehalt, sondern machen Gewinn. Allerdings wird bei Freiberuflern nicht nur der Gewinn, also das rein beruflich erzielte Einkommen zur Berechnung des GKV Beitrags zugrunde gelegt, sondern auch alle andersartigen Einkünfte des Freiberuflers, wie zum Beispiel Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Zinsgewinne, Dividenden u.a.m. Je höher die Gesamtbruttoeinnahmen des Freiberuflers, desto höher ist der Beitrag in die GKV. Vor einem Wechsel von der GKV in die Private Krankenversicherung sollte ein Freiberufler seine individuelle finanzielle Situation genau prüfen und seine Ansprüche an Qualität und Umfang der PKV Leistungen festlegen.

Test Private Krankenversicherung: PKV Testsieger für Freiberufler

Bei der Wahl eines passenden PKV Tarifs können Freiberufler den Private Krankenversicherung Test der Stiftung Warentest und Finanztest, diverser Wirtschaftsmagazine wie Focus Money oder Ökotest sowie verschiedener Ratingagenturen wie Franke & Bornberg oder Assekurata zu Rate ziehen. Hier werden die PKV Tarife im Test einem Vergleich unterzogen und die besten Angebote als PKV Testsieger gekürt.

Freiberufler können sich die Leistungen in der PKV nach individuellen Bedürfnissen und der finanziellen Situation selbst zusammenstellen. Wer nur einen preisgünstigen Grundschutz benötigt, ist gemäß PKV Test 2011 von Focus Money in Zusammenarbeit mit Franke & Bornberg mit den Tarifen 190 und 195 des Münchner Verein gut bedient.

Ebenfalls preiswerte Einsteigertarife werden von der R+V Krankenversicherung mit dem Tarif Agil Classic EP sowie vom Deutschen Ring mit dem Classic-Tarif angeboten. Für Freiberufler, die sich höherwertige Leistungen wünschen, gibt es ebenfalls passende Angebote an PKV Tarifen. Gemäß PKV Test 2011 von Focus Money und Franke & Bornberg haben im Bereich Klassik-Schutz für Freiberufler die Tarife KS Bonus der Hallesche Krankenversicherung, EL Bonus-N der AXA Krankenversicherung und der Comfort-Tarif der Continentale Krankenversicherung ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Freiberufler, die einen Top-Schutz in der PKV wünschen, finden diesen zum Beispiel im Tarif C212S2 der Central Krankenversicherung, im Tarif NK Bonus der Halleschen Krankenversicherung oder im Tarif AGIL Premium der R+V Krankenversicherung.