Private Krankenversicherung für Angestellte im öffentlichen Dienst

Die Krankenversicherung für Angestellte im öffentlichen Dienst entspricht fast gänzlich der Krankenversicherung der Angestellten in der privaten Wirtschaft. Ebenso wie ein Angestellter in der Privatwirtschaft hat ein Angestellter im öffentlichen Dienst nur dann die Möglichkeit in die Private Krankenversicherung zu wechseln, wenn sein Gehalt die Jahreseinkommenspflichtgrenze überschreitet. Ansonsten ist auch ein Angestellter im öffentlichen Dienst wie jeder andere Angestellte in der GKV pflichtversichert. Die beste Private Krankenversicherung für Angestellte im öffentlichen Dienst wird u.a. von der Stiftung Warentest analysiert.

Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten nicht wie ihre verbeamteten Kollegen eine staatliche Beihilfe zur Krankenversicherung, sondern wie Angestellte in der Privatwirtschaft haben sie Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss, der etwa die Hälfte der Kosten zur Krankenversicherung beträgt bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze in der GKV. Auch wenn Angestellte im öffentlichen Dienst nicht die volle Beihilfe erhalten, beteiligt sich der Dienstherr mit einer eingeschränkten Beihilfe an speziellen Krankenkosten. Beispielsweise werden die Restkosten für Brillen oder Zahnersatz nach Vorleistung der GKV oder der PKV zum Teil von der Beihilfe getragen.

Vorteile Private Krankenversicherung für Angestellte im öffentlichen Dienst

Die Private Krankenversicherung bietet Angestellten im öffentlichen Dienst zahlreiche Vorteile gegenüber der GKV. Beim Hausarzt und Spezialisten entfällt die Praxisgebühr und es gibt keine langen Wartezeiten. In der PKV haben Angestellte im öffentlichen Dienst die Möglichkeit, sich den Leistungskatalog in hohem Maße nach eigenen Bedürfnissen selbst zusammenzustellen im Unterschied zum pauschalen und standardisierten Angebot der GKV. Angestellte im öffentlichen Dienst, die jung und gesund sind, und Kosten sparen wollen, können einen Tarif mit geringerem Leistungsumfang und niedriger Prämie wählen. Wer rundum seine Gesundheit absichern möchte, kann als Angestellter im öffentlichen Dienst in der PKV einen umfassenden Vollschutz abschließen.

Da nur diejenigen Angestellten im öffentlichen Dienst in die PKV wechseln können, die die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten, ist im Folgenden eine Auflistung der Entgeltgruppen und -stufen im öffentlichen Dienst wiedergegeben, die sich im Jahr 2009 für den Wechsel in die PKV qualifizierten:

TVöD Gehaltstabelle Angestellte öffentlicher Dienst

  • Ärzte, Uniklinik: Ä 1: ab 2, Ä 2: alle, Ä 3: alle, Ä 4: alle
  • Ärzte, VKA: I: ab 4, II: alle, III: alle, IV: alle
  • TVöD: E 11: ab 5, E 12: ab 4, E 13: ab 4, E 14: ab 3, E 15: ab 2
  • TVöD-B: E 11a: 5, E 11b: ab 5, E 12a: ab 4
  • TVöD-S: E 10: 5, E 11: 5, E 12: ab 4,E 13: ab 4,E 14: ab 2, E 15: alle
  • TVöD-SuE: S 15: 6, E 16: 6, S 17: ab 5, S 18: ab 4
  • TV-L: E 11: 5, E 12: 5, E 13: ab 4, E 14: ab 4, E 15: ab 2
  • Diakonie: EG 13: alle
  • Caritas Anlage 3: VG 3: ab 8, VG 2: ab 5, VG 1b: ab 4, VG 1a: ab 2, VG 1: alle

Private Krankenversicherung Test für Angestellte des öffentlichen Dienstes von Stiftung Warentest

Bei der Wahl eines passenden Tarifs können sich Angestellte im öffentlichen Dienst an den Testergebnissen der Stiftung Warentest orientieren. Im letzten PKV Test der Stiftung Warentest für Angestellte wurde bei den angestellten Männern die HUK-Coburg zum Testsieger gekürt. Dahinter auf dem zweiten und dritten Platz folgten die Barmenia Krankenversicherung und die Alte Oldenburger Krankenversicherung . Bei den angestellten Frauen wurde die Alte Oldenburger Testsieger im PKV Test der Stiftung Warentest. Den zweiten Platz errang die HUK-Coburg und den dritten Platz belegte die Victoria Versicherung.