Versicherungspflichtgrenze 2019 Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die Versicherungspflichtgrenze ist eine Voraussetzung für versicherungspflichtig Beschäftigte Angestellte und Arbeitnehmer, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen.

Die Versicherungspflichtgrenze bezeichnet dasselbe wie die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG). Diese ist nicht zu verwechseln mit der Beitragsbemessungsgrenze.

Bei einem Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze besteht die Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse.

Versicherungspflichtgrenze 2019

allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2019
besondere Versicherungspflichtgrenze 2019
60.750 Euro/Jahr - 5.062,50 Euro/Monat
54.450 Euro/Jahr - 4.537,50 Euro/Monat

Mit Zustimmung des Bundesrates zur Änderung der Sozialversicherungs-Rechengrößenverodnung erhöht sich die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2019 wie bereits im Vorjahr.

Zu unterscheiden ist die allgemeine Versicherungspflichtgrenze von der besonderen reduzierten Jahresarbeitsentgeltgrenze.

Besondere ermäßigte oder allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze?

  • Die besondere reduzierte Jahresarbeitsentgeltgrenze gilt für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die bereits vor dem 31. Dezember 2002 von der Krankenversicherungspflicht befreit waren und/oder bereits in der PKV versichert waren
  • Für alle anderen gilt die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze

JAEG erschwert Wechsel in die Private Krankenversicherung

Mit der Anhebung der Versicherungspflichtgrenze 2019 reduziert sich die Zahl der Berechtigten für den Wechsel in die Private Krankenversicherung.

Damit versucht die Regierung die solidarisch finanzierten Krankenkassen zu schützen. Versicherte mit einem hohen Einkommen zahlen einen höheren Krankenkassenbeitrag. Der maximale Krankenversicherungsbeitrag 2019 in der GKV steigt, da auch die Beitragsbemessungsgrenze 2019 gestiegen ist. Hinzu kommen die Kassenabhängigen Zusatzbeiträge.

Entwicklung der Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG

Jahr
allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2017
besondere Versicherungspflichtgrenze 2017
2019
60.750 €/Jahr - 5.062,50 €/Monat
54.450 €/Jahr - 4.537,50 €/Monat
2018
59.400 €/Jahr - 4.950 €/Monat
53.100 €/Jahr - 4425 €/Monat
2017
57.600 €/Jahr - 4.800 €/Monat
52.200 €/Jahr - 4.350 €/Monat
2016
56.250 €/Jahr - 4.687,5 €/Monat
50.850 €/Jahr - 4.237,50 €/Monat
2015
54.900 €/Jahr - 4.575 €/Monat
49.500 €/Jahr - 4.125 €/Monat
2014
53.550 €/Jahr - 4.462,5 €/Monat
48.600 €/Jahr - 4.050 €/Monat

Versicherungspflichtgrenze als Voraussetzung für den Wechsel in die PKV

Grundsätzlich besteht mit dem erstmaligen Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Der Weg zurück in die gesetzlichen Krankenkassen ist nur möglich, wenn das Einkommen unter die geltende Einkommensgrenze fällt.

Ab wann in die Private Krankenversicherung? Hier alle Voraussetzungen zum Krankenversicherungswechsel PKV GKV Private Krankenversicherung Wechsel

Im Gegensatz zu früheren Zeiten muss die Versicherungspflichtgrenze heute nur einmalig überschritten werden, damit der Zugang in die Private Krankenversicherung möglich wird. Unter früheren Regierungen galt noch das dreimalige Überschreiten in Folge als Voraussetzung.

Anpassung an die durchschnittliche Einkommensentwicklung in Deutschland

Mit der Anhebung der Jahresarbeitsentgeltgrenze 2019 erweitert die Bundesregierung den Kreis derer, die weiterhin der Versicherungspflicht unterliegen.

Als Indikator für die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze gilt das aktuelle Lohn- und Gehaltsgefüge. Ist es im vergangenen Jahr gestiegen, wird auch die JAEG angehoben. Gleiches gilt für die Beitragsbemessungsgrenze. In einer guten Konjunktur darf man deshalb damit rechnen, dass beide Grenzen zum nächsten Jahreswechsel erhöht werden.

Beitragsbemessungsgrenze gilt nur für die gesetzlichen Sozialversicherungen

Die Beitragsbemessugsgrenze (BBG) wird oft mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze verwechselt. Während die JAEG lediglich für die Private Krankenversicherung entscheidend ist, zeigt die Beitragsbemessungsgrenze an, bis zu welcher Gehaltshöhe Beiträge für die Sozialversicherungen abgeführt werden.

Die BBG wird angewandt auf die gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

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