Private Krankenversicherung: Die Kosten im Vergleich

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung variieren die Kosten in der PKV je nach Anbieter Tarif und Alter des Versicherten.

Eine Private Krankenversicherung kostet mit sehr guten Leistungen zwischen 273 Euro und 594 Euro im Monat (laut PKV Vergleich Franke Bornberg). Je nach Alter und Gesundheitszustand sind günstigere oder höhere Beiträge möglich.

Bei der Wahl des PKV-Tarifs können Sie als mehrere hundert Euro pro Monat sparen, ohne die Leistungen einzuschränken. Vor dem Abschluss sollten Sie die Tarife und Beiträge vergleichen, um so die günstigsten Angebote mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln.

Private Krankenversicherung Kosten pro Monat

So viel kostet eine private Krankenversicherung monatlich, wenn Sie 20, 30 oder 40 Jahre alt sind. Der günstige Beitrag bezieht sich auf den Tarif Grundschutz bzw. Basisschutz, der höhere auf den Premiumschutz der Versicherer. Berechnet mit unserem Online Rechner für Beamte, Selbstständige, Angestellte und Studenten:

Berufsstatus20 Jahre30 Jahre40 Jahre
Beamte81-95 €188-233 €213-257 €
Selbstständige131-167 €266-342 €304-402 €
Studenten78-151 €112-175 €Studentenstatus endet
Angestellte76-137 €182-326 €220-395 €

Eine gute PKV ist nicht immer die günstigste und die beste muss nicht teuer sein. Entscheidend sind die Leistungen im Tarif und die langfristige Beitragsentwicklung, damit die Kosten im Alter nicht übermäßig steigen.

Stiftung Warentest und andere Rating-Agenturen haben hunderte Angebote einem Vergleich unterzogen und die besten privaten Krankenversicherungen ausgezeichnet.

Sehen Sie hier, welche PKV Tarife als Testsieger aus dem Vergleich hervorgegangen sind: Private Krankenversicherung Test

So werden die PKV Kosten berechnet

Ein großer unterschied der PKV zur GKV besteht in der Berechnung der monatlichen Beiträge. Während die gesetzlichen Krankenkassen den Beitrag anhand des Einkommens berechnen, spielt das Gehalt bei privaten Krankenversicherern keine Rolle. Deshalb lohnt sich die Private Krankenversicherung für Gutverdiener besonders.

Nach folgenden Kriterien kalkulieren private Versicherer ihre monatlichen Beiträge:

  • Alter zum Zeitpunkt der Antragstellung
  • gewünschter Tarif und Leistungsumfang
  • mit oder ohne Selbstbeteiligung
  • mit oder ohne Beitragsrückerstattungen
  • Gesundheitszustand bei Gesundheitsprüfung

So lassen sich Kosten sparen

Kosten in der PKV

So viel kostet eine Private Krankenversicherung im Monat

Besonders günstig sind die PKV Beiträge für junge und gesunde Versicherte. Mit steigendem Alter bei Antragstellung, steigen auch die Preise. Die Gesundheitsprüfung ist zudem eine der Voraussetzungen für die Aufnahme in die privaten Krankenkassen. Bei Vorerkrankungen können Zuschläge erhoben oder der Antrag ganz abgelehnt werden.

Kosten bei Selbstbeteiligung in der PKV

Mit einer Selbstbeteiligung im Tarif lassen sich die monatlichen Beiträge senken. Je höher der Selbstbehalt, desto niedriger der PKV Beitrag. Möglich ist ein prozentualer oder absoluter Eigenanteil pro Jahr.

  • Beispiel für absolute Selbstbeteiligung: 100 Euro, 300 oder 500 Euro pro Kalenderjahr
  • Beispiel für prozentuale Selbstbeteiligung: 5% 10% 15%
  • Gesetzlich ist eine maximale Selbstbeteiligung von 2000 Euro pro Kalenderjahr festgelegt

Beiträge zurück bei Leistungsfreiheit

Beitragsrückerstattungen in der privaten Krankenversicherung sind eine weitere Möglichkeit, die Kosten pro Monat zu reduzieren. Werden in einem Kalenderjahr keine Kosten eingereicht, erstattet der Versicherer bis zu sechs Monatsbeiträge zurück. Bei einem Beitrag pro Monat in Höhe von 300 Euro entspricht dies einer Kostenentlastung von 1.800 Euro im Jahr.

Mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung in Tarifen mit Beitragsrückerstattung können die Kosten in der PKV um bis zu 3000 Euro im Jahr gesenkt werden. Jetzt berechnen:

Tarifwechsel innerhalb der PKV

Aufgrund von Beitragsanpassungen können die Kosten im bestehenden Tarif steigen. In diesem Fall räumt der Gesetzgeber ein Sonderkündigungsrecht ein. In manchen Fällen lohnt sich ein Wechsel in günstigere PKV Tarife. Dabei können die angesparten Altersrückstellungen komplett mitgenommen werden. Erfahren Sie hier, wann ein PKV Wechsel möglich und wann es sinnvoll ist:

So teuer ist die private Krankenversicherung für:

Wie teuer eine PKV am Ende ist, hängt auch von der Zugehörigkeit zu einer dieser Berufsgruppen ab:

  • Beamte, Beamtenanwärter und Referendare (Lehrer, Polizisten, Feuerwehr, Justizbeamte etc.)
  • Selbstständige und Freiberufler
  • Angestellte Arbeitnehmer
  • Studenten

PKV Kosten Beamte

Beamte und Beamtenanwärter erhalten die Beihilfe für sich und die Familienangehörigen. Den Rest der Krankheitskosten können sie mit einem Beihilfe-Tarif als Restkostenversicherung bzw. Beihilfeergänzungstarif privat versichern. Je nach Bundesland beträgt die Beihilfe 50 bis 70 Prozent. Ehepartner und Kinder erhalten 80 Prozent.

Das ist für Beamte die günstigste Variante, das es die Beihilfe (ausser in Hamburg) nicht für die gesetzliche Krankenversicherung gibt. Mehr Informationen zur PKV für Beamte:

PKV Kosten Selbstständige

Arbeitnehmer erhalten einen PKV Zuschuss von ihrem Arbeitgeber für PKV und GKV. Aktuell beträgt der Arbeitgeberzuschuss 50 Prozent des KV-Beitrags, maximal 352 Euro pro Monat (Stand 2019). Deshalb sind die Kosten für diese Berufsgruppen nicht so hoch wie für Selbstständige und Freiberufler. Diese müssen alle anfallenden Kosten selbst tragen.

Selbstständige sollten auf ein ausreichend hohes Krankentagegeld in ihrem Tarif achten. Im Vergleich zu Arbeitnehmern erhalten sie keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und müssen deshalb privat vorsorgen.

PKV Kosten Familie Kinder

Wer Familienangehörige wie Ehepartner und/oder Kinder ohne eigenes Einkommen mitversichern muss, kann das in der gesetzlichen Familienversicherung kostenlos. In der privaten KV fallen zusätzliche Beiträge an. Je nach Höhe des Einkommens pro Monat kann sich die private Krankenversicherung trotzdem lohnen.

Studierende kommen in den Genuss einer vergünstigten Krankenversicherung sowohl in der gesetzlichen als auch privaten KV.

PKV Kosten im Alter

Selbst in jungen Jahren und günstig abgeschlossen, können die Kosten für die private Krankenversicherung im Alter steigen. Gründe für die steigenden Beiträge sind unter anderem:

  • Fortschritte in der Medizin die für höhere Behandlungskosten sorgen
  • Demografischer Wandel: mehr Rentner und höhere Lebenserwartung treiben die Kosten der Krankenversicherer
  • Inflation: mit jährlicher Teuerungsrate steigen auch die Beiträge

Damit in der privaten Krankenversicherung die Kosten im Alter bezahlbar bleiben, werden Altersrückstellungen gebildet. Ein Teil des monatlichen Beitrags wird zur Bildung von Rücklagen im Falle von Beitragserhöhungen genutzt.

PKV Beitragsentwicklung

Die gebildeten Altersrücklagen verhindern nicht die jährliche Teuerung. Im Durchschnitt steigen die Beiträge für die Private Krankenversicherung um 3 Prozent pro Jahr. Hierbei gibt es je nach Anbieter Ausreißer nach oben oder positive Entwicklungen.

Steigen die Kosten in einem Jahr über einen gesetzlich festgelegten Schwellenwert, darf die Private Krankenversicherung ihre Tarife erhöhen. So kommt es jährlich zu Beitragsanpassungen der PKV. Manche Tarife werden im Beitrag gesenkt, für andere werden bis zu einem Zeitpunkt Beitragsgarantien ausgesprochen. Meist jedoch wird eine Beitragserhöhung ausgesprochen.

Erfahren Sie hier, welche privaten Krankenversicherer ihre Beiträge erhöhen und was Sie dagegen tun können:

Gute und günstige Krankenversicherer zeichnen sich durch eine nachhaltige Beitragsstabilität aus.

JahrAngestellteBeamteRentner
20183%3%3%
20176,8%5,8%5,8%
20164%1,4%3%
20152,1%1,8%0%
20141,8%1,6%1%

Quelle: map-Report 900 „Rating Private Krankenversicherung“

Steigende Ausgaben im Gesundheitswesen sorgen auch bei den gesetzlichen Kassen für steigende Kosten. Im Vergleich zu den privaten Versicherern kann die GKV die Beiträge erhöhen und Leistungskürzungen vornehmen. Einmal vereinbarte Leistungen in der PKV sind dagegen gesichert.

Rentenzuschuss PKV Basistarif & Standardtarif

Rentner mit gesetzlichem Rentenbezug erhalten einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent des Beitrags zu ihrer Krankenversicherung. Diesen Rentenzuschuss gibt es sowohl für Versicherungsnehmer in der PKV als auch in der GKV.

Steigen die PKV Beiträge im Alter so stark, dass sich ältere privat Versicherte oder Rentner diese nicht mehr leisten können, ist ein Wechsel in eines der Sozialtarife möglich. Der Basistarif und Standardtarif in der privaten Krankenversicherung bietet Leistungen im Umfang der gesetzlichen Kassen und darf maximal den Höchstbeitrag der GKV kosten.

  • Der PKV Standardtarif kostet maximal 662,48 Euro im Monat und richtet sich an Rentner und Versicherte ab einem Alter von 65 Jahren (mit Ausnahmen ab dem 55. Lebensjahr)
  • Der PKV Basistarif kostet maximal 703,32 Euro pro Monat und richtet sich an Versicherte, die nach dem 31. Dezember 2008 in die PKV eingetreten sind

So werden die Kosten für Behandlungen erstattet

Auf der Klinik-Card sind die Leistungen im Krankenhaus für privat Versicherte vermerkt. Anhand dieser Daten erfolgt die stationäre Unterbringung im Einzel- oder Zweibettzimmer sowie die Behandlung durch den Chefarzt. Die versicherten Leistungen rechnet das Krankenhaus direkt mit dem Krankenversicherer ab.

Alle anderen Kosten im ambulanten Bereich durch Arzt, Zahnarzt oder Heilpraktiker werden nach Vorlage der Rechnung bezahlt. Die Überweisung erfolgt in der Regel innerhalb der Zahlungsfrist von vier Wochen. So müssen Sie nicht in Vorleistung gehen und können erst überweisen, wenn die Kostenerstattung durch die PKV erfolgt ist.

Reichen Sie Ihre Rechnungen am besten sofort an die private Krankenversicherung weiter. Bei kurzer Zahlungsfrist oder hoher Rechnung benachrichtigen Sie ihren Versicherer vor der Behandlung. So müssen Sie nicht in Vorkasse gehen.

Günstiger Beitrag und umfassende Leistungen – fordern Sie hier einen kostenlosen und unverbindlichen Kostenvergleich für Ihre Private Krankenversicherung an.