Private Krankenversicherung Wechsel

Der private Krankenversicherung Wechsel innerhalb der PKV oder von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung kann durchaus Vorteile bringen. Neben einer deutlichen Preisersparnis, die bei einem PKV Wechsel erzielt werden kann, ist es insbesondere der erweiterte Leistungsumfang, den gesetzlich Versicherte schätzen.

Wechsel in die Private Krankenversicherung

Allerdings müssen vor einem Krankenversicherungswechsel ( PKV zu PKV oder GKV zu PKV oder PKV zu GKV ) verschiedene Bedingungen und Voraussetzungen beachtet werden, um diesen lohnend zu gestalten. Gesetzlich Versicherte und Privatversicherte sollten vor einem Krankenversicherungsvergleich einen Vergleich der Tarife durchführen, um die besten Angebote ausfindig zu machen.

Der Tarif-Wechsel innerhalb der PKV

Versicherte, die innerhalb der privaten Krankenversicherung in einen günstigeren oder leistungsstärkeren Tarif wechseln wollen, können hierdurch vor allem Geld sparen bzw. ihre Leistungen dem Bedarf entsprechend aufstocken.

Wer erst einige Jahre in der PKV versichert ist, kann durch einen Wechsel der Versicherungsgesellschaft erheblich an Beiträgen sparen und hierbei aus mehr als 3.000 Tarifen auswählen. Seit 2014 ist nur noch der Abschluss der neuen Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung möglich, die für Männer höhere Preise und für Frauen günstigere Prämien bedeuten können.

Versicherte hingegen, die bereits seit vielen Jahren ihrer PKV angehören, jetzt jedoch aufgrund einer Beitragserhöhung ihre Private Krankenversicherung wechseln wollen, sollten innerhalb ihrer Gesellschaft nach passenden Tarifen suchen.

Krankneversicherungswechsel privat zu privat als Beitragsoptimierung

Der große Vorteil ist hier, dass Altersrückstellungen mitgenommen werden können und der neue Tarif nicht nach dem aktuellen Lebensalter berechnet und keine erneute Gesundheitsprüfung bzw. Risikobewertung vorgenommen wird. Diese Art des Krankenversicherungswechsel stellt eine Beitragsoptimierung da und bedeutet in den meisten Fällen eine Ersparnis von bis zu 40% im Beitrag.

Anders sieht der Wechsel von einer PKV Gesellschaft in eine andere. In diesem Fall verliert der Versicherte zwar nicht seine gesamten Altersrückstellungen, muss jedoch eine erneute Gesundheitsprüfung bzw. Risikoprüfung über sich ergehen lassen.

KV-Wechsel im Alter

Besonders in hohem Alter ist dies nachteilig, das sich der Beitrag massgeblich am Alter orientiert und mit fortgeschrittenem Alter höhere Prämien einhergehen. Zudem besteht die Wahrscheinlichkeit bereits bestehender Vorerkrankungen, die ebenfalls den Preis negativ beeinflussen.

Deshalb ist ein Wechsel der privaten Krankenvollversicherung im Alter nur innerhalb der PKV empfehlenswert. Hier entfällt eine erneute Gesundheitsprüfung und durch einen Wechsel in günstigere Tarife kann zudem am Preis gespart werden.

Wechsel GKV zu PKV: Voraussetzungen

Auch gesetzlich Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Hierbei spricht man vom Wechsel GKV zu PKV.

Wer selbstständig, freiberuflich oder als Beamter beschäftigt ist, unterliegt nicht der Versicherungspflicht und kann so nach Ablauf der Kündigungsfrist problemlos von der gesetzlichen in die private Krankenkasse wechseln.

Für Arbeitnehmer bzw. Angestellte jedoch ist ein Wechsel nur dann möglich, wenn das Einkommen die geltende Versicherungspflichtgrenze ( auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bekannt ) übersteigt. Die Versicherungspflichtgrenze für 2017 liegt bei einem Jahresbruttogehalt von 57.600 Euro oder 4.800 Euro brutto im Monat.

Nur Arbeitnehmer, deren Verdienst diese Grenze überschreitet, dürfen künftig wechseln. Damit wird der Übertritt in die PKV deutlich erschwert, um den Wettbewerbsvorteil der privaten gegenüber den gesetzlichen Kassen auszugleichen.

Wechsel von privater zur gesetzlichen Krankenversicherung: PKV zu GKV

Ein Wechsel von der privaten zurück in die gesetzlichen Kassen ist für Angestellte bzw. Arbeitnehmer nur unter geänderten Voraussetzungen möglich, ansonsten bleibt der Krankenkassenwechsel verwehrt. So ist eine Rückkehr in die GKV dann möglich, wenn das gesamte Bruttoeinkommen im Jahr die Einkommensgrenze von 57.600 Euro unterschreitet.

  • Möglichkeiten für Angestellte und Arbeitnehmer

Entgeltumwandlung: Teil des Einkommens in betriebliche Altersvorsorge ( bAV ) umwandeln

Eine einfache und gewinnbringende Möglichkeit der Rückkehr von der privaten in die gesetzliche KV stellt der Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge, kurz bAV, dar. Unabhängig von der Zustimmung des Arbeitgebers darf jeder Arbeitnehmer und Angestellte einen Teil seines Gehalts in einer betriebliche Altersvorsorge investieren, die steuerliche Berücksichtigung findet und das Gesammt-Brutto-Einkommen herabsetzt. Möglich ist dies durch das Recht auf eine Entgeltumwandlung.

Da pro Jahr bis zu 2.856 Euro vom Einkommen für die betreibliche Altersvorsorge abzugsfähig sind, verringert sich entsprechend das Gesamteinkommen. Bei einem Verdienst von maximal 60.455 Euro brutto im Jahr sinkt das anrechenbare Gehalt somit unter die Einkommensgrenze von 57.600 Euro und ein Wechsel zurück zur gesetzlichen Versicherung ist möglich.

  • Möglichkeiten für Selbständige und Freiberufler

Selbständigen und Freiberuflern bleibt die Entgeltumwandlung in eine betriebliche Altersvorsrge verwehrt. Deshalb sind die Möglichkeiten für diese Berufsgruppe beschränkt. Eine der folgende Voraussetzungen muss erfüllt sein, damit eine Rückkher von der PKV zur GKV möglich wird:

  • Aufnahme einer hauptberuflichen versicherungspflichten Anstellung, wobei das monatliche Gehalt über 450 Euro und unter 57.600 Euro liegen muss. Die selbständige Tätigkeit darf weiter ausgeübt werden.
  • Wenn der Ehegatte in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, kann eine Aufnahme im Rahmen der Familienversicherung erfolgen. Voraussetzung dafür ist die Aufgabe der Selbständigkeit

Aufnahme in der Gesetzlichen Versicherung bei Arbeitslosigkeit

Sowohl Angestellten / Arbeitnehmern als auch Selbständigen und Freiberuflern bietet sich die Möglichkeit des Krankenversicherungswechsel von der PKV zur GKV bei Arbeitslosigkeit.

Was vor einem Wechsel in die PKV zu beachten ist

Bevor gesetzlich Versicherte den Schritt von der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV gehen, sollten einige Details beachtet werden. Dies ist zum einen die Tatsache, dass es in der privaten Krankenversicherung keine Familienversicherung gibt und Familienmitglieder, also auch jedes einzelne Kind, somit separat und kostenpflichtig versichert werden müssen.

Zudem ist eine Rückkehr in die GKV nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Lediglich Versicherte, die in eine versicherungspflichtige Beschäftigung zurückkehren oder deren Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt, können zurück in die GKV. Ab dem 55. Lebensjahr ist eine Rückkehr von der PKV zur GKV generell ausgeschlossen.

Dafür jedoch bietet die private Krankenversicherung die Möglichkeit, den Leistungsumfang der Verträge individuell zu gestalten und die Versicherung an den eigenen Bedürfnisse auszurichten. Der Private Krankenversicherung Vergleich hilft hier, passende Verträge zu finden und diese zu günstigen Preisen abzuschließen.

Private Krankenversicherung Wechsel ( PKV zu PKV ) nach Beitragserhöhung

Wer in der privaten Krankenversicherung eine Mitteilung über eine Beitragserhöhung, auch Beitragsanpassung genannt, erhält, hat gleichzeitig ein Recht auf die außerordentliche Kündigung seines Versicherungsvertrages ( Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung ) und kann in eine günstigere Versicherung wechseln.

Entweder durch einen Kassenwechsel zu einem anderen PKV-Anbieter oder durch einen Tarifwechsel innerhalb seiner privaten KV. Hierzu muss die sechswöchige Kündigungsfrist nach Erhalt der Beitragserhöhung bzw. Beitragsanpassung beachtet werden. In dieser Zeit muss die Kündigung bei der privaten Krankenversicherung eingehen und zeitnah der Wechsel in die neue PKV vollzogen werden.